Im #CasaAhoi gibt es klare Regeln: Im Bett wird nicht gegessen, der WC Deckel wird immer runtergeklappt und die Weihnachtsdeko wird nicht vor dem 1. Dezember aufgestellt. Punkt.

Da wir heute aber den 4. Dezember schreiben, gestern die erste Kerze vom Adventskranz angezündet wurde und mich seit Tagen ein Ohrwurm mit der Melodie von „Little Drummer Boy„ quält (pa rum pum pum pum), wird es höchste Zeit, die besinnliche Vorweihnachtszeit auch hier auf dem Blog einzuläuten. Und was eignet sich dafür besser, als mein erstes Blog-taugliches DIY-Projekt vorzustellen. Pa rum pum pum pum.

Ich gebe es zu, ich bin ein DIY-Fan. Aber meine Motivation etwas selbst zu kreieren entsteht selten nie aus der Lust, einfach Mal so zum Zeitvertreib zu basteln, sondern aus purer Notwehr! Ja, ihr lest richtig, NOTWEHR!

Und wenn ihr jetzt denkt „ach, die Alte übertreibt mal wieder!“, dann habt ihr womöglich ein kleines bisschen Recht, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass ich ein Problem zu lösen haben.

Meistens startet das Drama bei Instagram. Ich sehe etwas und im selben Augenblick schiessen mir 524 Gründe durch den Kopf, warum ich es brauche. Manchmal will es ich GENAU so haben, wie es auf dem Bild ersichtlich ist und manchmal nur fast genau so. Wenige Sekunden später vergewaltige ich Google mit sämtlichen Stichworten, welche mir zu diesem Thema einfallen, nur um festzustellen, dass a) „fast genau so“ nicht existiert oder b) unbezahlbar ist. Ich sag ja, Drama.

Der Ursprung für das heutige Projekt gehört in die Kategorie a). Ehrlich gesagt weiss ich nicht mehr, bei wem ich den wunderschönen, schlichten, goldenen Ring mit Eukalyptusgedöns gesehen habe (ich glaube, in der Istagram-Story von der lieben Svenja), doch er ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

Da ich nichts Vergleichbares in einem der (gefühlten) 239 Schweizer Onlineshops gefunden habe, führte mich mein Weg zum Bauhaus des Vertrauens. Bewaffnet mit einem Strauchbinder (Durchmesser 40cm), Schleifpapier, Golddraht und Goldspray verliess ich kurz darauf die magischen Hallen wieder. Auf dem nach Hause Weg, legte ich einen kurzen Stopp beim Floristen ein und besorgte mir die noch fehlenden Eukalyptuszweige.

Eigentlich ist eine Erklärung, wie ich ursprünglich vorgehen wollte, vollkommen überflüssig. Für alle die anderer Meinung sind, kann ich meinen 20-minütigen Masterplan (Trocknungszeit von 24h nicht inkludiert) gerne in wenigen Worten zusammenfassen: Strauchbinder anschleifen, reinigen (Spülmittel wirkt Wunder!), ansprayen und trocknen lassen. Anschliessend die Eukalyptuszweige mit einem Golddraht anbringen. Fertig.

Doch leider machte ich die Rechnung ohne Milo. Denn während ich den wunderschönen Goldring am ansprayen war, hat sich mein Hund den Golddraht geschnappt und irgendwo versteckt. Obwohl ich die ganze Wohnung auf dem Kopf gestellt und jedes seiner Standardverstecke durchforstet habe, bliebt die Drahtrolle unauffindbar (dafür habe ich vier Haargummis, drei Verschlussklips und eine 18-köpfige Staubmaus-Familie unter dem Sofa gefunden). Item, Plan B musste her.

To make a long story short: Zum Plan B wurde einstimmig eine Klebebandrolle gekürt. Im Nachhinein betrachtet muss ich eingestehen, dass ich Plan B sogar praktischer und unaufdringlicher finde, als diesen doofen Golddraht. Danke Hund!

 

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