#The300DaysChallenge: Go Personal Training shreds Finia ist schon seit über einem Monat im Gange. Somit ist es aller höchste Zeit, über meine bisherigen Erfahrungen zu berichten.

Geteiltes Leid ist halbes Leid. In guten wie in schlechten Zeiten. Bis dass der Tod uns scheidet. Oder: Das #The300DaysChallenge Diary- Eine Tragödie in 10 Akten – Akt 1, Tag 1 bis 30.
Nennt es, wie ihr wollt!

Day 1

Heute um 07.30 Uhr startete mein allererstes Training und ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich freute. Ich muss zugeben, dass meine Begeisterung kurzzeitig nachliess, als mein Wecker um 05:30 Uhr klingelte, aber die Müdigkeit habe ich mir schnell aus den Augen gerieben.

Bei Fabian angekommen, ging es auch gleich los. Aufwärmen und dann jeweils drei Runden mit drei verschiedenen Doppelübungen. Nach den ersten Übungen fragte mich Fabian beiläufig, ob ich etwas gegessen habe: „Nein, ich esse nie vor dem Sport“. Etwas besorgt bittet er mich, zukünftig wenigstens eine Banane zu essen, da es echt hart werden kann. Seine Sorgen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, nehme es mir aber vor, in Zukunft daran zu denken.

Das Training ist hart. Richtig hart. Vor der letzten Runde fragt mich Fabian besorgt, ob wir unser Training für heute an dieser Stelle beenden sollen – „Nein, aufgeben ist keine Option!“ lautet meine verdutzte Antwort. Wenige Sekunden später merke ich, wie es mir zunehmend schlechter ging und ich Mühe hatte, meine Sinne zu koordinieren. Also doch Abbruch. Nach zwei Stückchen Traubenzucker, gutem Zureden und einem Eimer vor dem Gesicht (nein, ich konnte das schlimmste knapp noch verhindern), ging es mir auch schon wieder besser. Nun verstand ich auch, was es mit dieser verdammten Banane auf sich hat!

Jetzt, um 19:00 Uhr sitze ich auf meiner Couch und alleine das aufrechthalten des Oberkörpers beim schreiben brennt in jeder Muskelfaser. Holy moly, wenn ich jetzt schon Muskelkater habe, wie wird es erst morgen sein?!

Day 2

Mayday, mayday. Jede Bewegung ist mit Schmerzen verbunden. Beim Laufen knicken meine Beine regelmässig ein. Mayday.

Day 3

Yay, es ist Freitag! Yay, mein zweites Training stand an!

Ja, ich freute mich wirklich darauf. Es verlief viel besser, als das erste Training vor zwei Tagen. Nichtsdestotrotz schwitze und hechle ich wie ein Schwein. Dementsprechend sehe ich nach dem Training auch aus. Dumm nur, dass wir genau heute die „Vorher“ Fotos geschossen haben. Da meine liebste Miss L als Fotografin fungiert und sie noch arbeiten musste, führten wir den Shoot nach dem Training durch. Naja, wenigstens sieht man auf den Bildern, dass ich was gemacht habe.

Ausserdem bekam ich heute meinen Ernährungsplan. Ich bin sehr gespannt und kann es kaum erwarten loszulegen.

Day 4

Basierend auf dem Ernährungsplan, welchen Fabian auf die Bedürfnisse meines Körpers und die aktuelle Transformation-Phase abgestimmt hat, geht es einkaufen. Ich kaufe gleich für ganze sechs Tage ein und bin erstaunt, wie viel es ist!

Apropos Essen, heute war ich am Streetfood Festival und habe meine Augen für gesunde Optionen offen gehalten. Ich war überrascht, wie einfach es sich gestaltet hat, sich in diesem Schlaraffenland gesund zu ernähren.

Day 5

Oke, Fabian‘s Portionen sind echt riesig! Teilweise muss ich mich überwinden, die ganze Portion aufzuessen. Da jede Mahlzeit nach kcal- und Nährstoffzielen zusammengestellt wurde, traue ich mich, etwas stehen zu lassen.

Day 6

Yay! Erstes Training ohne schmerzhaften Muskelkater!

Und yay, über ein kg weniger auf der Waage! *ta-ta-ta-ta-ta-taaa* (ihr müsst das in der lustigen, freudigen Tanzmelodie lesen)

Day 11

Es läuft wie geschmiert. Nicht nur das Training, sondern auch ernährungstechnisch. Langsam aber sicher bin ich im Flow.

Heute war ich mit meiner liebsten Carrie zum Frühstücken im Kafi Dihei verabredet und habe mich für das Omelette mit Salat entschieden. Ich muss niemandem was vormachen, wäre ich nicht an dieser Challenge dran, hätte ich mir wahrscheinlich etwas anderes ausgesucht. Aber ohne nix kommt nix. Nichtsdestotrotz, das Omelette war unglaublich lecker!

Day 12

Sunday – Fun day! Für Sonntags hat mir Fabian einen grosszügigen Brunch in meinen Ernährungsplan gezaubert. Da ich die letzten Tage wie eine Meisterin mit kcal und Nährstoffen herumjongliert habe, traue ich mich, den Brunchvorschlag von Fabian durch einen selbstkreierten von mir zu ersetzten. Ich musste etwas rechnen und basteln, aber schlussendlich hatte ich einen perfekten (und unglaublich grosszügigen!) Sonntagsbrunch ganz nach meinem Gusto. Und dabei hatte ich die Marko-Ziele fast zu 100% erfüllt. Strike!

Day 13

Ich beichte Fabian, dass ich am Samstag in der Früh auswärts essen war und den Sonntagsbrunch nach meinem Geschmack angepasst habe. Nachdem ich ihm stolz erzählt habe, wie gut ich die Marko-Vorgaben dennoch eingehalten habe, war er ein bisschen stolz (so habe ich jedenfalls sein freudiges Lächeln gedeutet).

Heute war es leider so weit und der Moment, von welchem ich mich am meisten sorgte, traf ein. ich hatte das erste Mal Gelüste. Da eine von Fabians Ernährungsregeln „keine Zwischenmahlzeiten“ lautet, versuche ich mich mit einem Spaziergang abzulenken. Ausserplanmässig gab es kurz vor dem Abendessen einen Apfel und eine Nektarine – und schwupps war der Spuk auch schon wieder vorbei (hoffentlich wird es immer so einfach sein).

Day 15

Das heutige Training war toll, toll, toll!

Das einzige, was meine gute Laune ein bisschen trübte, war der Blick auf die Waage. Seit einer Woche herrscht Stillstand! Hallo? Sind -10kg zu viel verlangt?!

Nachdem ich mich bei Fabian darüber ausheulte und dafür den „seriously?“ Blick erntete, kam ich schnurstracks wieder zurück in die Realität. Ja, ich weiss… Gut Ding will Weile haben und aktuell befindet sich mein Körper in einer Phase der Neuorientierung und -adjustierung.

Day 17

Scale Victory: ENDLICH hat sich auch auf der Waage wieder etwas getan!

Non-Scale Victory: Ich muss den Gürtel enger schnallen. Literally spoken. Ich bin beim letzten Loch angelangt! Ok, ich gebe zu, den Gürtel habe ich erst seit kurzem und schon von Beginn an war er mir etwas zu gross. Aber damals (also vor 4 Wochen) liess er sich noch beim drittletzten Loch verschliessen. Super für mich, schade für den wunderschönen Gürtel.

Fabian aka mein „innerer Schweinehund Vertreiber“ ist ab heute 2 Wochen im Urlaub. Selbstverständlich werde ich dennoch weiter Sport machen, jedoch finden die kommenden 7 Einheiten ohne Fabian und stattdessen im heimischen Wohnzimmer satt. Ehrlich gesagt, hatte ich riesen Bammel vor der ersten Runde und noch ehrlicher gesagt, ich hatte auch null Bock darauf. Das erste Mal seit Beginn dieser Challenge, dass ich mich nicht auf den Sport freue. Dieser Umstand stimmt mich zum einen etwas traurig (ist die Anfgangs-Euphorie etwa schon verpufft?) und ängstlich (ziehe ich es bis zu seiner Rückkehr durch?). Needless to say, nach dem Sport fühlte ich mich FABELHAFT. Btw, während Fabian’s Abwesenheit trainiere ich mit dem App von Jillian Michales. Dies habe ich bereits vor meinem Südfrankreich Urlaub genutzt und bin nach wie vor begeistert.

Day 22

Ich schlage mich durch. Der Sport ohne Fabian läuft, aber es kostet mich jedes Mal eine riesen Überwindung zu starten. Wie dem auch sein, nach dem Sport fühle ich mich einfach nur fabelhaft und glücklich!

Heute passierte wieder, ich hatte schon wieder Gelüste. Darum habe ich nach dem Mittagessen ein Stückchen Schokolade gegönnt, welches noch perfekt in meinen Markos lag und mein Hunger auf Süsses war gestillt – vorerst. Spät am Abend meldete sich der Heisshunger auf Schoggi & Co wieder. Also nahm ich meinen Kalender hervor und ich konnte mit ruhigem Gewissen den Hormonen die Schuld in die Schuhe schieben. Ich bin etwas verwirrt, denn normalerweise starten meine (teilweise SEHR starken) PMS Beschwerden viel früher und heftiger.

Da weitere Süssigkeiten nicht in meinen Markos liegen und sich meine Gedanken um die Köstlichkeiten in meiner Süssigkeiten-Schublade drehen, stecke ich mir einen Kaugummi in den Mund und beschliesse mit Milo eine Runde zu spazieren – guter Plan, hat nämlich funktioniert.

Day 23

Ich wache total aufgeschwommen auf. Habe ich gestern zu salzig gegessen oder sind es wieder die Hormone? Eigentlich egal, es ist eh nur Wasser… Etwas später merke ich auch ein ziepen in der Brust und leichte Unterleibkrämpfe. Betonung auf leicht, denn normalerweise könnte ich ohne Schmerzmittel in diesem Stadium des Zyklus den Tag nicht durchstehen. Ich hoffe, dass das ein weiter positiver Nebeneffekt der Ernährungsumstellung und des regelmässigen Sports ist. Apropos Sport, da ich morgen Abend verabredet bin, zwinge ich mich einen zweiten Tag in Folge auf die Matte. Und ja, zwingen beschreibt den Zustand sehr gut. Dafür ist die Freude danach umso grösser.

Day 24

Scheint so, als ob ich mich die letzten Tage etwas verausgabt habe, ich spüre eine leichte Schwellung in den Knien. Ich hoffe, dass diese bis zu meinem nächsten Training am Sonntag weg ist. Heute Abend war mein erster Milo-freier Abend. Wir waren lecker Sushi essen und auf einen Drink – für mich gab es nur Wasser und Tee und es störte mich überhaupt nicht.

Day 26

What a weekend. Nach einem ausgiebigen Sonntagsbrunch verabschiede ich mich von meinem Herzensmenschen und lege mich mit Milo für ein kleines Nickerchen hin. Erst zwei Stunden später erwachen wir vollkommen benebelt. Ein ausgiebiger Spaziergang erweckt uns wieder ins Leben. Leider weckt dieser Spaziergang auch einen grossen Hunger aus Süsses in mir. Sind es noch immer die Hormone? Ich kann meine Gelüste zügeln und bereite mir stattdessen ein frühes Abendessen zu. Auch nach dem Abendessen kreisen sich meine Gedanken immer wieder um Schokolade. Was soll ich sagen? Der Geist war willig doch das Fleisch war schwach. Zu meinem Schutz muss ich zugeben, dass ich jeden Bissen bewusst genossen und sofort aufgehört habe, nachdem meine Lust gestillt war. Naja, das kcal Konto zeigte dennoch einen Überschuss von 500 kcal. Also nahm ich meine Sportmatte hervor, absolvierte mein 30min Workout. Da mein schlechtes Gewissen noch immer präsent war, zog ich auch meinen Crosstrainer (aka Crossy-Carl) aus der Versenkung hervor und stürze mich auf ihn. Mein Ziel ist es, die 500 überschüssigen kcal auf diesem Gerät zu verbrennen. Nach 26min Intervalltraining sind über 280 kcal verbrannt, den restlichen geht es morgen an den Kragen.

Day 27

Ich mag Montage. Besonders, wenn am nächsten Tag ein Feiertag ist. Nach der Arbeit geht es in die Hundeschule und nach der Hundeschule geht es auf Crossy-Carl. Meine schlaue Apple Watch verrät mir, dass ich weitere 260 kcal verbrannt habe. Somit wurde die Schokolade, welche ich gestern zu viel gegessen habe, wieder abtrainiert. Ich bin glücklich und zufrieden. Und tot.

Day 28

Happy Birthday Switzerland!

Ich bin eine Patriotin, durch und durch. Der Tag beginnt mit einem wunderschönen Spaziergang mit Jennifer und ihren Hunden Tara und Ivo. Milo ist total glücklich und ich geniesse die Natur und Gespräche mit Jen in vollen Zügen. Anschliessend geht es für Milo und mich weiter in die Ostschweiz. Abwechslungsweise statten wir Freunden und Familie einen Besuch ab. Nach guter, alter Tradition, gibt es ein ausgiebiges BBQ im Garten meiner Eltern. Auf meinem Teller landen eine zartes Hähnchenbrustfilet und etwas Tomatensalat. Uuuuuu lecker! Zum Nachtisch gönne ich mir eine grosse Portion Wassermelone. Ein Blick auf das MyFitnessPal App verrät mir, dass ich Marko und kcal-mässig vollkommen im Rahmen bin. Srike! Den Abend verbringen wir bei meiner BFFandEver, selbstverständlich schmeissen sie den Grill an und ich knabbere aus Anstand an einer Cippolata und ein wenig Zuchetti-Salat. Ich habe weder Hunger noch Lust auf etwas. Strike zum zweiten! Im Verlauf des Abends ändert sich dieser Umstand leider. Bei mir erwachen wieder Gelüste auf Schokolade und ich versuche mich mit viel Wasser und Tee abzulenken. Zum Glück wurde es sowieso Zeit, sich auf den nach Hause Weg zu machen. Eine Stunde dauert die Fahrt. Eine Stunde, in welcher ich vor jeglicher Versuchung geschützt bin. Obwohl wir erst sehr spät zu Hause ankommen und ich eigentlich schon mehr als nur müde bin, bereite ich mir dennoch mein Frühstück und Mittagessen für den nächsten Tag vor. Wie sollte es auch anders sein, ich erwische mich dabei, wie ich immer wieder ein Stückchen Schokolade abbreche. Immer schön „nur 10g“. Und nochmal „nur 10g“. Und nochmal „nur 10g“. Nachdem das Meal-Prep für den nächsten Tag erledigt wurde und ich mich bettfertig gemacht habe, trage ich meine kleine Eskapade ins App nach. Schock: Ein Überschuss von 800 kcal. 800 verdammten kcal. ACHTHUNDERT KALORIEN VERDAMMT NOCHMAL. Ich schlage kurz über, wie lange ich Crossy-Carl vergewaltigen muss, bis ich diese wieder verbrannt habe. Needless to say, ich gehe mit einem schlechten Gewissen und einer miesen Laune ins Bett. „Und dabei habe ich die Schokolade gar nicht bewusst genossen!“ geht mir durch den Kopf und ich frage mich, ob es noch immer die Hormone sind, oder ob ich einfach doof bin.

Day 29

Ich habe beschissen geschlafen. So auf gut Deutsch gesagt. Dennoch: ich lösche die negative Energie, mit welcher ich ins Bett bin und starte neu durch! Ändern kann ich es nicht mehr, ich kann es nur besser machen. Ich starte mit einem grossen Glas Wasser in den Tag, geniesse meine leckeren Overnight Oats und freue mich schon auf die Crossy-Carl-Session heute Abend. Wirklich. Nur auf das 30 min Workout (juhu, das Zweitletzte ohne Fabian!) freue ich mich gar nicht. Da das Leben kein Sugus ist (schweizerisch für „Das Leben ist kein Ponyhof“), stelle ich mich auch dieser Herausforderung. Immerhin plagen mich keine Gelüste nach Süssem mehr, yay!

Day 30

10% der #The300DaysChallenge ist geschafft! Heute stand ich wieder auf die Waage. Seit beginn sind 3.5kg weg. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Abnehme und freue mich, am Montag Fabian davon zu berichten. Obwohl heute offiziell kein Trainingstag ist, schmeisse ich mich für eine halbe Stunde auf Crossy-Carl, ihr wisst schon, wegen den 800 VERDAMMTEN KCAL. Und das ganze, ohne mich nur einmal in meiner Insta-Story darüber zu beschweren.

 

To be continued…

 

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