Wer meine Instagram-Story der letzten Woche verfolgt hat, konnte Milo und mich an unserem kleinen Road Trip durch die Schweiz begleiten. Vielleicht mögt ihr euch an meine Spring Bucket List und den Punkt „A Weekendtrip with me, myself und Milo” erinnern – denn genau das stand auf dem Plan! Unsere Route führte uns von Zürich nach Cham (was für ein schöner Fleckchen Erde, ich bin immer noch begeistert), über Interlaken (not my cup of tea) zum Lauenensee (inkl. ein bisschen Patent Ochsner Span Feeling) und endete in unserer Zieldestination Gstaad.

Gstaad kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt nur aus den Medien. The place to be wenn man schön und/oder reich ist (manchmal genügt es, wenn man eines vom beidem ist, das zweite folgt dann meistens auch – aber das ist ein anderes Thema). Item, zurück zu Gstaad. Irgendwie faszinierte mich dieser Ort immer ein bisschen, denn obwohl er in der Schweiz liegt, fühlt er sich durch die permanente Hollywood-Präsenz so ausländisch und unerreichbar an. Und da ich mich als Winterverächter in der Hochsaison dort mehr als unwohl fühlen würde, habe ich mich dazu entschlossen, Gstaad im Frühling als Wander-Region zu erkunden.

Was soll ich sagen? Gstaad ist perfekt. Für einen Menschen wie mich, der Perfektion liebt, sollte dieser Umstand eigentlich das höchste aller Gefühle sein – war es aber nicht. Gstaad ist zu perfekt, ohne Ecken und Kanten. Als ich durch das Dörfchen spaziert bin, kam ich mir wie in einem Outlet Village vor – einfach ohne die Outlet Preise. Ein schöneres Chalet neben dem anderen und jedes davon bieten einem anderen Luxuslabel Obhut. Da die Hollywood Schönlinge lieber Skifahren als Wandern, waren auch viele der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Ja, Gstaad schien wirklich wie ein Geisterdorf inmitten des wunderschönen und idyllischen Berner Oberlands.

Been there, done that – Gstaad muss ich nicht unbedingt ein zweites Mal besuchen. But Boy, das Berner Oberland hat es mir richtig angetan! Ich bin ein Landei, ein Mädchen aus den Bergen, ein Naturliebhaber und es überrascht mich keineswegs, dass ich mich im Saanetal richtig wohl gefühlt habe. Egal, in welche Richtung ich geblickt habe, belohnt wurde ich jedes Mal und ausnahmslos mit einem wunderschönen Panorama. Dunkle Tannen, grüne Wiesen im Sonnenschein Saftige Wiesen, weidende Kühle und klare Bergluft sind einfach mein Ding.

Etwas suboptimal war nur, dass der Beginn meiner persönlichen Wander-Saison nicht mit dem Beginn der offiziellen Wander-Saison des Saanetals korrelierte (was btw. im Juli erst der Fall ist. Juli!). Aus diesem Grund waren die Bergbahnen in und um Gstaad noch nicht in Betrieb. Somit wurde aus einem Wanderwochenende im Berner Oberland ein chilli milli Weekend mit einem Spaziergang um den Lauenensee. Da dieser Spaziergang offiziell als Wanderung deklariert ist, lasse ich alle Fünfe gerade sein und hake auch den Punkt „erste Wanderung unternehmen“ von der Spring Bucket List ab. Finia Logik und so.

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